Vor einem Jahr fragte ich mich noch, ob wir uns in einer Phase des Untergangs, des Neuanfangs oder des Übergangs befinden.

Die Medien als Spiegel, die, wann immer sie gefragt werden, den Mächtigen zum Munde reden, sind voll mit Zusammenfassungen über das vergangene Jahr und Experten voraussagen und orakeln bezüglich der Zukunft. Politiker sprechen, um zu lügen, Medien lügen um zu gefallen. Es wird philosophiert über Politik, Wirtschaft und Technologie.

Die Regierung ruft die Zeitenwende aus und macht weiter mit einer Politik, die keiner mehr will. Man könnte meinen, sie haben einen Auftrag zu erfüllen – die Verabschiedung Deutschlands aus dem Kreis der Industrienationen.

Deutschland nimmt, zumindest in Europa, bei Bewältigung der ausgerufenen Zeitenwende, wie immer eine Sonderrolle ein. Als europäische Melkkuh wird die Rolle des amerikanischen Vasallen treu erfüllt. Wir hatten noch nie Freunde. Neider, offene Feinde oder Zechkumpane, die auf unsere Kosten in Form von Target 2-Salden anschreiben lassen, aber ihre Schadenfreude nicht zurückhalten können, wenn es uns schlecht geht, das war und ist Deutschlands Nachbarschaft. Heute werden, eingebettet in die sogenannte transatlantische Sicherheitsarchitektur, die letzten Reste deutscher Kultur und Wohlstands geschleift. Wir lassen uns widerstandslos die Energiepartnerschaft mit Russland durch die Sprengung der Gaspipelines zerstören. Wir nehmen mehr als die Hälfte der nach Europa strömenden, zumeist ungebildeten Glücksritter aus islamischen Ländern auf. Wir sind gewillt, eine eigene Notlage aufgrund des Krieges in der Ukraine auszurufen. Die Reise, auf der sich dieses Land befindet ist eine Irrfahrt. Eine Reise an die Grenzen des eigenen Verstandes.

Zum zu befürchtenden Kulturabbruch kommt unterstützend die Bildungsmisere. Hier muss Absicht oder zumindest grobe Fahrlässigkeit unterstellt werden. Zwar schützt Bildung nicht vor politischer Dummheit aber Bildungsdefizite sind der Türöffner für linksideologische Manipulation. Die Aktivisten des Kulturkampfes haben freie Bahn. Wer seine eigene Kultur und Geschichte nicht kennt, wird zur Manipulationsmasse. Leider fürchten die meisten Bürger nur den Wohlstandsverlust, staatliche Gängelung nehmen sie hin, solange die bürgerliche Behaglichkeit noch irgendwie gewahrt bleibt.

Den Bürgern seien dringend Konfrontations – oder Sensibilisierungsübungen anempfohlen um die durch Sicherheits- und Vermeidungsverhalten begründeten Angststörungen zu überwinden.

Europa

Was uns alles erzählt wird, welche Gefahren das neue Jahr für uns bereithält. Gewinnt Trump die Wahl, wird er mit einem „Kabinett aus der Hölle“ Vergeltung an seinen Gegnern üben. Europa müsste den Krieg in der Ukraine allein führen. Nun, lassen wir die Gruselgeschichten. Mit einem „Kabinett aus der Hölle“ machen wir selbst gerade Erfahrungen.

Um Europas Sicherheit zu gewährleisten schlägt Frankreichs Präsident eine „strategische Autonomie“ vor. Im Grunde genommen eine gute Idee, sich von der amerikanischen Bevormundung zu befreien, aber wie das aussehen würde, kann man sich, auch ohne die Details zu kennen, denken. Deutschland zahlt und der französische Präsident spielt den Napoleon.

Der Gipfel ist die Aussage, wenn die Ukraine fällt, fällt der Westen. Nichts ist mehr zu wünschen, als dass dieser, durch die völlige Ignoranz des Westens gegenüber russischen Sicherheitsinteressen, provozierte Krieg endlich beendet wird und die Waffen schweigen. Der Einmarsch in den Donbass mag illegal gewesen sein aber die Vorgeschichte war eine einzige Provokation des Westens gegenüber den legitimen Sicherheitsinteressen Russlands. Über den NATO-Beitritt der Ukraine wollte der Westen nicht einmal mit Russland verhandeln. Eiskalt hat man geschaut, wie weit man wohl gehen könnte gegenüber der „Mittelmacht“ Russland. Das Ergebnis ist bekannt und die Ukraine verliert den Krieg, im Westen will es nur niemand wahrhaben. Der Ukraine fehlt es weniger an Waffen als an Personal. Wie sich Deutschland angesichts der Tatsache, dass sich 200.000 wehrfähige ukrainische Männer in Deutschland verstecken gegenüber dem darüber wenig amüsierten Selenski herauswinden wird, bleibt abzuwarten. Wahrscheinlich mit einer Menge, dem deutschen Steuerzahler abgepressten, Geld. Verdenken kann man es den jungen Männern nicht, wer will sich schon sinnlos an der Front verheizen lassen. Ihre Leben sind zum Wiederaufbau nach dem Krieg besser verwendet.

In den Medien wird gern kolportiert, die Ukraine würde entscheiden, wann die Zeit für Verhandlungen gekommen ist. Wenig bis nichts entscheidet die Ukraine. Der Krieg ist zu Ende, wenn die USA es so wollen. Selenskis Zeit läuft ab, Europa wird es verschmerzen. Die USA haben bereits genug Honig aus dem Konflikt gesaugt – Rüstungsindustrie verdient blendend, Deutschland von russischen Rohstoffen abgeschnitten und  noch abhängiger gemacht – es reicht.

Naher Osten

Der Nahost-Konflikt wird uns gefühlt auf ewig begleiten. Israel hat es geschafft in den knapp drei Monaten des Krieges in Gaza doppelt so viele Zivilisten umzubringen wie Russland nach knapp drei Jahren Krieg in der Ukraine. Und glaubt man einer Schlagzeile aus dem Hauptstrom, gibt es in Gaza keine unschuldigen Zivilisten. Es ist zwar nur die Aussage einer frei gekommenen Geisel - dass die Kernaussage aber unwidersprochen als Schlagzeile wiedergegeben wird, lässt tief blicken. Heißt das, die müssen alle weg, irgendwie, zwei Millionen? Das wird noch spannend. Die umliegenden arabischen Staaten wollen ihre muslimischen Gebetsbrüder nicht. Deutschland wird sich wohl ausnahmsweise zurückhalten – man kann nicht beides im Land haben, unbehelligt lebende Juden oder eine zunehmende Zahl Araber aus den Gebieten Palästinas. Der gegenseitige Hass war bereits in der Vergangenheit groß, dürfte aber jetzt, insbesondere seitens der Araber noch weiter steigen. Eher friert die Hölle ein als dass es eine irgendwie geartete friedliche Beilegung dieses Konfliktes geben wird. Dabei hat dieser Konflikt, bei Eingreifen weiterer Protagonisten in das Geschehen, das Potential zur Eskalation. Die Splitter der Explosion könnten bis in unseren Vorgarten fliegen. Die millionenfache Zahl von arabischstämmigen Muslimen in Deutschland und Europa lässt hier nichts Gutes erwarten.

Ferner Osten

Nächster Konfliktherd der Ferne Osten. China gibt seinen Anspruch auf Taiwan nicht auf. Die Eroberung der aus chinesischer Sicht abtrünnigen Insel ist bisher eher nicht wegen eines zu erwartenden Eingreifens der USA auf Eis gelegt. Der eigentliche Grund dürfte sein, dass Taiwan der weltgrößte Chiphersteller ist. Mehr als 60 Prozent der weltweit produzierten Chips kommen von dort. Und sollte aufgrund eines chinesischen Überfalls die weltgrößte Chipfabrik TSMC zerstört werden, wird sich die gesamte Welt über Nacht mit der Technologie von vor 50 Jahren zufrieden geben müssen. Das neue iPhone wird sehr, sehr lange auf sich warten lassen.

Afrika

Afrika vor unserer europäischen Haustür ist ein ganz spezielles Kapitel. Hier spielt der „Wertewesten“ gern den Morallehrer, redet von demokratischen Strukturen und Menschenrechten. Die sich im Schuldkult der Kolonialherrschaft suhlenden Europäer verstehen nicht, dass das alles vergebliche Liebesmühe ist. Sechzig Jahre nach dem Ende der Kolonialzeit und nach Milliarden und Abermilliarden von sogenannten Entwicklungshilfen versinkt ein ganzer Kontinent zunehmend in Anarchie und Bürgerkriegen. An allem ist selbstverständlich der weiße Mann schuld, der die Grenzen der Staaten bei der Entlassung in die Unabhängigkeit willkürlich gezogen hat und so, seit Menschengedenken verfeindete Stämme innerhalb eines Staatsgebietes eingesperrt hat. Sie bekommen nichts auf die Reihe. Unfähig zu planvollen und zielgerichteten, dem Staatswohl und allen Menschen dienenden Handeln. Für die armen Schwarzen in den Bevölkerungen fallen erst dann Brosamen vom Tisch, wenn auch der letzte zum Präsidenten gewählte Stammeshäuptling einschließlich seiner Günstlinge sein Gewicht in Gold aufwiegen kann.

Wie unfassbar dumm Europäer und ganz speziell die deutsche Regierung im Umgang mit afrikanischen Staaten sind, zeigt die Posse um die Rückgabe der Benin-Bronzen an das „nigerianische Volk“. Abbitte für Kolonialschuld leisten wollend wurden diese mit großem Tamtam übergeben, ein Museum zur Ausstellung wurde gleich mitfinanziert. Das Ergebnis: sie sind verschwunden. In irgendeiner Vitrine eines Stammesfürsten oder Königs eingelagert. Vielleicht auch schon unter der Hand an einen arabischen Kunstsammler verscherbelt? Wer weiß. Weg ist weg.

China ist im Umgang mit den afrikanischen Regierungen geschickter. Man schert sich nicht um Menschenrechte und Umweltschutz. Geschäft ist wichtig. Im Ergebnis hat China die Hand auf die afrikanischen Bodenschätze. Es ist wie im Märchen vom Hasen und Igel – der Chinese ist schon hier. In Europa lädt Afrika seine dritten und vierten Söhne als Glücksritter und Landnehmer ab. Bei anhaltenden Bevölkerungsanstieg und bleibender Armut in Afrika und zunehmender Dekadenz in Europa, wird Europa über kurz oder lang schwarz und das Mittelmeer ein afrikanischer Binnensee. „Unsere Moral“ kommt uns teuer zu stehen.

Hoffnung auf das Ende des "Wokeismus"

Nun genug der Schwarzmalerei. Es gibt Hoffnung. Trump gewinnt die Wahl und in Deutschland übernimmt die AfD einen Großteil des Ostens. Damit wäre  zumindest ein Anfang gemacht. Der Krieg in der Ukraine endet, die mehrheitlich von Russen bewohnten Gebiete kommen zu Russland – die Ukraine kann mit denen sowieso nichts anfangen. Selenski flieht in eine seiner Villen im Ausland und Ruhe ist. Die Ukrainer gehen zurück und helfen beim Aufbau, gern auch mit unserer Hilfe, wir sparen schließlich deren Bürgergeld.

Aber nein, das wäre zu einfach. „Die Welt so kompliziert geworden, dass es keine einfachen Antworten gibt“. Genau deshalb gibt es für den staunenden Bürger Unterhaltung und Belehrung aus Staatsfunk und Medien. Hier werden Krisen besprochen, hier werden knallhart Fakten gecheckt und Wahrheiten verkündet.

Oder ist es genau anders herum? Hat man aus der Geschichte gelernt, wie man sie fälscht? Mythen und Lügen als Zweck für politische Legitimation. Die Durchsetzung von Geschichtsmythen ist eine Frage des Machtapparates. Nur Sieger schreiben Geschichte, deshalb ist es wichtig, Sieger zu sein. Verbanne die Lüge aus der Politik und Du verbannst die Politik aus dem Leben!

Warum ist die Welt so wie sie ist? Die Linken, die Woken, die Klimaretter, die Guten – sie alle haben lange genug und viel zu lange die Geschicke der Welt gelenkt und nichts hat sich zum Besseren gewendet. Vielleicht sollten jetzt einfach einmal „die Anderen“ ran.

Die Menschen haben die Nase gestrichen voll von den „Werten“ des Westens, weltweit. Der „Westen“, selbstverständlich stets unter Führung der USA, muss sich endlich als Teil einer Welt und nicht als dessen Nabel begreifen. Lasst endlich die Leute in Ruhe.

Die Milliardärsozialisten haben erkannt, dass sich die Mär vom „menschengemachten“ Klimawandel hervorragend als neue eierlegende Wollmilchsau eignet. Mit Angst werden die Menschen gefügig gemacht, die Vernichtung ihres Wohlstandes hin zu nehmen. Wir retten die Welt und führen sie in eine bessere Zukunft. Wir reiten nicht mehr mit der roten Fahne dem waldigen Hügel hinauf um dahinter die goldene Zukunft zu entdecken, nein, wir fahren mit dem Elektromobil und der Regenbogenfahne durch einen Wald von Windmühlen und wenn die letzte Ladestation vor dem Ziel außer Betrieb ist, so war es doch den Versuch wert, oder?

Political Correctness, White Supremacy, Gendersprache, Schuldkult, Geschlechterwechsel, Sonderrechte für jede noch so kleine Gruppe, wenn sie nur laut genug schreit und sich benachteiligt fühlt. Die Transhumanisten wollen gar aus Angst vor dem Tode unsterblich werden. Der homo sapiens ist nur noch ein „Sapiens“ ohne Seele. Wir sollen aufhören, Fleisch zu essen, stattdessen Pilze, Algen und Kakteen oder gleich Kannibalismus praktizieren, um den Klimawandel zu bekämpfen. Nur noch Irre und wir alle mittendrin?

In dieser gottlos gewordenen Welt des „Wertewestens“ mit Menschen ohne Seele sind die Maßstäbe völlig verrutscht. Da der Mensch aber (noch) nicht ohne eine Religion leben kann gibt es jetzt die Klimareligion – ähnlich dem einen Ring aus „Herr der Ringe“.

Schluss damit, es nervt. Und das Pendel schlägt langsam aber sicher zurück. Der Mensch will in Frieden und in einem gewissen Wohlstand leben, den er sich mit seiner Hände Arbeit geschaffen hat. Er möchte seine Kinder friedlich und gesund aufwachsen sehen und im Übrigen in Ruhe gelassen werden von den Umerziehungsanstrengungen der „woken“ Spinner. Der woke Ungeist muss in die Flasche zurück.

In Abwandlung eines Spruchs wäre hier zu sagen: „Sie sind woke und manchmal Politiker aber auch sonst von geringem Verstand“.

In diesem Sinne, es wird ein spannendes Jahr des Überganges und vielleicht kein „mittleres Jahr“. Ich bin vorsichtig optimistisch.